Mitteilung zu den Medienberichten über Vorfälle bei der Jugendfreizeit der Messdiener Xanten Vom 17. bis 31 Juli dieser Jahres fand die Ferienfreizeit der Messdienergemeinschaft Xanten in Meldorf statt. Begleitet und geplant wurde die Fahrt in diesem Jahr von erfahrenen Jugendleitern unserer Gemeinde und unserem Kaplan Jan Finkemeier. Während dieser Freizeit gab es Übergriffe älterer Jungen auf einen Jungen, die im Anschluss an die Fahrt von dessen Mutter bei der zuständigen Staatsanwaltschaft zur Anzeige gebracht worden sind. Seitdem ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen die beschuldigten Jungen, weitere Ermittlungen gegen die begleitenden Leiter und die Lagerleitung finden nicht statt. Zum Schutz der beteiligten Jugendlichen, also Betroffenem, Beschuldigten und anderen Teilnehmern finden die Ermittlungen der Behörden unter Verschluss statt. Da sich der Anwalt eines Beschuldigten an die Presse gewandt hat und im Anschluss breites Medieninteresse an den Vorfällen deutlich geworden ist, nehmen wir als Gemeinde und Träger der Jugendarbeit in Xanten Stellung: Die Gegenstände der staatsanwaltlichen Ermittlung sind uns nicht im Detail bekannt. Der Position der Staatsanwaltschaft, dem Schutz der Jugendlichen den Vorrang vor berechtigtem Interesse der Öffentlichkeit zu geben, schließen wir uns an. Die Nachricht über die Vorfälle allein löst aber große Betroffenheit und Traurigkeit aus. Unser Mitgefühl gilt dem Betroffenen, wir teilen aber auch die Besorgnis der Eltern aller Beteiligten und verstehen die Scham der Täter. Veröffentlichungen der Staatsanwaltschaft zur Sachlage abwartend, trifft uns der Fall schwer. Dass es selbst bei Einhaltung der Aufsichtspflicht, der Vertrautheit des Großteils der Jugendlichen untereinander und der auf vielen Lagern vorher gewachsenen Gemeinschaft der Jugendlichen zu derartigen Vorfällen kommen konnte ist alarmierend. Die Sprachlosigkeit des Betroffenen gegenüber dem Leiterteam ist nachvollziehbar, muss aber ebenfalls Besorgnis auslösen. Als Träger der Jugendarbeit leben wir in unserem Tun nicht nur von der Einhaltung rechtlicher Normen, sondern vor allem dem Aufbau von Vertrauen zwischen Leitern und Teilnehmern, welches Gemeinschaft und Zusammenhalt erst ermöglicht. Dass die Bedrängung des Betroffenen nicht rechtzeitig erkannt und abgestellt werden konnte, wird von allen Beteiligten in höchstem Maße bedauert. Möglichkeiten der Verbesserung der Kommunikation zwischen Teilnehmern und Leitern müssen diskutiert werden. In Anbetracht der Tatsache, dass wir unsere Rolle als verantwortungsvoller Träger von Jugendarbeit auch mit dem Angebot von weiteren Ferienlagern zukünftig weiter wahrnehmen wollen, müssen wir uns den Vorfällen nachsorgend und für die Zukunft vorsorgend stellen. Die Aufklärungsarbeit der ermittelnden Behörden unterstützen wir vorbehaltlos. Ergebnisse müssen Gegenstand von Gesprächen der Lagerleiter über Ablauf und Weiterführung unserer Lagergestaltung sein. Propsteigemeinde St. Viktor Xanten |